Die Frauen der SG Nebringen/Reusten traten am Samstagabend zum Derby beim TV 1861 Rottenburg an. Auf dem Papier war Rottenburg der klare Favorit, hatten sie bisher fünf ihrer sechs Partien gewonnen, während die SGlerinnen eher holprig in die Runde gestartet war (1 Sieg, 3 Niederlagen).
Zudem waren auf Seiten der Gäste einige Spielerinnen verhindert, so dass mit Ramona Wagner und Anja Schuster zwei ehemalige Spielerinnen reaktiviert werden mussten. Dennoch war die SG-Sieben nicht nach Rottenburg gefahren, um sich kampflos geschlagen zu geben. Vielmehr wollte man zeigen, dass man zu Unrecht derzeit in der unteren Tabellenhälfte steht. So ging das Team von Trainergespann Melanie Schittenhelm und Sandra Czerwinsiki voll motiviert auf die Platte. Die Zuschauer in der Volksbankarena sahen in Durchgang eins einen engen Schlagabtausch mit dem glücklicheren Ende für die SG, die mit einem Tor Vorsprung (13:14) in die Kabine gehen konnte. Dort machten Schittenhelm und Czerwinski ihrem Team nochmal klar, dass man durchaus eine realistische Chance hat, Punkte mit nach Hause zu nehmen. Dafür sei aber nochmal 30 Minuten volle Power von jeder Spielerin notwendig. Entsprechend motiviert starte man dann auch den zweiten Durchgang und konterte jeden Ausgleichversuch der Gastgeberinnen mit einem weitern Tor. Doch in der 41. Spielminute wendete sich das Blatt und plötzlich legte Rottenburg vor. Zunächst nur ein Tor, in der 49 Minute sogar drei Tore (23:20). Das Spiel drohte zu Gunsten Rottenburgs zu kippen. Doch dann ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft und man schaffte es den Rückstand wieder zu verkürzen (24:22, 54.Minute). Die SG Trainerinnen nahmen nochmal eine Auszeit, um ihrem Team letzte taktische Anweisungen zu geben und die drohende Hektik aus dem Spiel zu nehmen. Die Auszeit war goldrichtig, denn die nächsten beiden Treffer gehörten wieder der SG, so dass man knapp zwei Minuten vor dem Abpfiff beim 24:24 den Ausgleich markieren konnte. Nun nahm auch Rottenburg nochmal eine Auszeit, die allerdings keine Änderung mehr am Ergebnis brachte. Am Ende sah man überglückliche SGlerinnen, die sich über den unerwarteten Punktgewinn freuten und enttäuschte Rottenburgerinnen, die gerne beide Punkte behalten hätten.

Es spielten: Sailer (Tor), Kalpakadis (5/4), Göhlich (1), Acker (2), Krämer (4/2), Bandel (1), Fritz, Krauß (2/1), Ormos (1), Schuster, Wagner (1), Lock (7/1)