Der dritten Herrenmannschaft der SG Nebringen / Reusten war es vorbehalten den Heimspieltag vergangenen Samstag zu eröffnen. Dabei war es das erste Spiel überhaupt in der neuen Entringer Halle.
Gegen die zweite Mannschaft des TSV Betzingen wollte die SG unbedingt punkten, um jeglichen Zweifel in Bezug auf die Meisterschaft aus dem Weg zu räumen. Eigentlich ließ es sich gut an, das Heimteam kam gut in die Partie und konnte sich in den ersten fünf Minuten einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Dieser wurde aber vom TSV Betzingen wieder egalisiert und somit stand es zur 10. Spielminute 5:5. Das Spiel war insofern ausgeglichen, so dass es weitere 10 Zeigerumdrehungen später beim Stand von 8:9 in die entscheidende Phase der ersten Halbzeit gehen sollte. Der SG sollte bis zum Pausentee nur noch ein Treffer gelingen. Betzingen - gespickt mit einer handvoll Spieler, die aktuell auch in der Bezirksklasse spielen - sollte in dieser Phase das Geschehen auf dem Feld kontrollieren. Beim Spielstand von 9:14 wurden die Seiten gewechselt. Ein 5-Tore-Unterschied am Ende des Spiels hätte wohl das Pendel zugunsten Betzingens in Bezug auf die Meisterschaft ausschlagen lassen.
Gewillt nicht nur aufs Spielfeld zu gehen, um dem Gegner zum Sieg - und damit wohl zur Meisterschaft - zu gratulieren nahm sich die Dritte der SG in der Halbzeitpause vor sich von nun an anders zu präsentieren. Trotzdem musste man den Gegner auf sechs Tore davonziehen lassen und das trotz einem fulminant aufspielenden Tim Gauss, der für alle Tore der SG zwischen der 31. und 47. Spielminute verantwortlich war. Zwischen fünf und sechs Tore betrug der Abstand zwischen den beiden Mannschaften nun durchweg bis 10 Minuten vor Spielende. Nicht wenige der anwesenden Zuschauer hatten zu diesem Zeitpunkt das Spiel schon abgehakt. Nicht so die Männer der Dritten auf und neben dem Spielfeld. Es entwickelte sich nun ein wahrer Krimi und die SG konnte sich noch bis auf zwei Tore vier Minuten vor Schluss annähern. Zur Erinnerung, das Hinspiel in Betzingen wurde mit zwei Toren Unterschied gewonnen. Zu diesem Zeitpunkt des Spiels sollten es Kleinigkeiten sein, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden sollten. Und so war es der SG vorbehalten 18 Sekunden vor Schluss beim Spielstand von 21:24 einen 7-Meter zugesprochen zu bekommen und diesen auch zu verwandeln. Das war somit der Schlusspunkt dieses Spiels.
Auch wenn man sich das Ergebnis freundlicher vorgestellt hatte - eine Niederlage bleibt eine Niederlage - es ist ein Ergebnis, mit dem die SG gut leben kann. Der direkte Vergleich spricht hier für die SG und somit hat man es immer noch in der eigenen Hand den Titel an die Ammer bzw. ins Gäu zu holen. Dazu müssen aber die restlichen zwei Heimspiele (21.03. gg Bondorf 2, 18.04. gg Tübingen 3) unbedingt gewonnen werden.

Für die SG spielten: Sommer (Tor), K. Ormos, Theiss (1), Eggers (1), Gesk (2/1), Löffler, Eberle (1), Egeler, Becker (3/0), Seitz (2/1), Seeger (2), M. Ormos (2), Gauss (8/2)