M1: Selbstinduzierte Wunden und ein Comeback

Zu Gast beim TV Onstmettingen gräbt sich die Männer 1 der SG AmmerGäu, in einer sehr torreichen Partie, zum Beginn der zweiten Halbzeit ein tiefes Loch und benötigt alle Kraft und die andauernde Unterstützung von den Rängen um doch nicht ganz ohne Punkte nach Hause zu fahren. Am Ende trennen sich die Mannschaften nach einem oft schnellen und fehleranfälligen Spiel 34:34.

Der Beginn in der eisigen Raichberghalle gestaltete sich für die SG AmmerGäu eher zerfahren. Viele Fehlpässe, sowie ein sehr gut aufgelegter Schlussmann auf Seiten des TV Onstmettingen sorgten dafür, dass SG-Trainer Manuel Bahlinger schon nach 5 gespielten Minuten beim Stand von 3:2 zur grünen Karte griff. Doch der Angriff der Männer 1 kam weiterhin nicht so richtig ins Rollen, während sich die Abwehr viel zu oft die Dienste von SG-Keeper Marius Bühler verlassen musste. So gelang es den Hausherren in der 17. Minute die erste 2-Tore-Führung herauszuspielen (11:8). Nach Umstellung in der Defensive agierte die SG jedoch in der Folge griffiger und konnte ihrerseits einfache Ballgewinne erzielen, sodass man den Rückstand in der 23. Minute egalisierte (12:12) und den TV-Trainer seinerseits zur Auszeit zwang. Diese Auszeit brachte wieder mehr Kontinuität in das Spiel der Onstmettinger, welche bis zur Halbzeit wieder vermehrt den Weg ins Tor fanden. Die SG hingegen war nicht in der Lage mit der offensiven Produktion des TV mitzuhalten. So ging es beim Stand von 17:15 in die Pause.
Für das Trainergespannt der SG gestaltete sich die Halbzeitsprache eigentlich denkbar einfach: die leichten Fehler in Angriff und Abwehr abstellen. Doch zum Beginn von Durchgang zwei spielte die Männer 1 im Angriff öfter den Ball zum Gegner als zum eigenen Mann und schoss sich nach allen Regeln der Kunst ins eigene Bein. Der TV nahm die angebotenen Chancen dankend an und stellte in der 37. Minute auf 22:16 – und erneut sah sich Trainer Manuel Bahlinger zu einer frühen Auszeit gezwungen. Diese unterbrach zwar den freien Fall, jedoch lief die Männer 1 nun erstmal einem Rückstand hinterher, der in der 44. Minute beim 27:20 seinen Höhepunkt fand. Doch gaben weder die Mannschaft noch die angereisten SG-Fans das Spiel auf. Durch eine unbekannte Fügung funktionierte plötzlich das Zusammenspiel zwischen Abwehr und SG-Schlussmann Jonas Traunecker und die SG kam vermehrt in der ersten und zweiten Welle zu einfachen Toren. So schmolz die Führung der Gastgeber aus Onstmettingen binnen 5 Minuten auf 29:27. Und auch wenn der TV anschließend selbst zu zwei unbeantworteten Treffern kam (31:27, 52. Minute), war das Momentum klar auf Seiten der SG. Doch die Achterbahnfahrt war bei weitem nicht vorbei. In der 55. Minute erzielte die Männer 1 in Person von Sven Vennebusch den 31:30-Anschlusstreffer, nur um Mitte der 56. Minute wieder mit 33:30 in Rückstand zu liegen. Durch Johannes Böckle, der mit allen seiner 3 Treffer während der Schlussphase entscheidend an der Aufholjagd beteiligt war, kam die SG wieder heran (33:32, 57:03). Auch wieder Mal fand der TV wieder eine Antwort und stellte genau 2 Minuten vor Ende auf 34:32. Dies sollte jedoch deren letzter Treffer bleiben, während die SG aus einer starken Abwehr heraus bei 59:03 auf der Uhr den Ausgleich zum 34:34 fand. Die letzte, lange Minute verbrachte die SG fast ausschließlich in der Defensive und erkämpfte sich den Erhalt des Unentschiedens.
Bester Werfer der SG war an diesem Abend Sven Vennebusch mit 9 Treffern. Co-Trainer Oliver Back fand nach dem Spiel nur schwierig Worte: „Es leuchtet mir nicht ganz ein warum wir zu Beginn der zweiten Halbezeit erstmal aufhören Handball zu spielen und dann plötzlich in der Lage sind 7 Tore aufzuholen. Ich bin unglaublich stolz auf den Kampf der Jungs – die Notwendigkeit ergibt sich mir jedoch nicht wirklich. Hervorheben möchte ich auch die beiden Torhüter, die uns trotz mangelnder Unterstützung der Vorderleute wiederholt im Spiel gehalten haben.“ Die Männer 1 bedankt sich für die Lautstrake Unterstützung von den Rängen, ohne die die Aufholjagd kaum möglich gewesen wäre.

Es spielten: Traunecker, Bühler (beide Tor), Vennebusch (9/2), Ilg (2), Scharf (1), Krauß (5), Weimer (1), Häckl (2), Becker (3), Schneider (1), End (3), Luz, Böckle (3), Schöttke (2), Mohr (2)

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