Frauen 3 - Bezirksliga

Mannschaftsfoto F2 2026

Frauen 2 – Mission geglückt, der nächste Schritt folgt mit Frauen 3

Was vor einem Jahr als mutiger Schritt begann, ist heute eine Erfolgsgeschichte – und gleichzeitig der Startschuss für das nächste Kapitel im Frauenhandball der SG:
Die Meldung einer zweiten Frauenmannschaft war vor einem Jahr ein mutiger Schritt. Nach der ersten gemeinsamen Saison lässt sich jedoch mit voller Überzeugung sagen: Mission geglückt!
Von Beginn an überzeugte das neu formierte Team aus aktiven Frauen, Wiedereinsteigerinnen und ganz besonders A-Jugendlichen nicht nur mit großem Einsatz, sondern auch mit einer hervorragenden Trainings- und Spielbeteiligung. Dank einer durchweg gut besetzten Bank konnten die Frauen 2 nahezu jedes Spiel mit einem breiten Kader bestreiten und dabei attraktiven, temporeichen Handball zeigen.
Besonders erfreulich war das Abschneiden in der Abschlusstabelle. Mit einem starken dritten Platz übertraf die Mannschaft die eigenen Erwartungen und setzte in ihrer Premierensaison ein deutliches Ausrufezeichen.
Ein wenig Wehmut bleibt dennoch. Gegen den späteren Tabellenzweiten, die HSG Rottweil 2, war man in beiden Begegnungen absolut auf Augenhöhe. Das Hinspiel blieb bis in die 50. Minute offen, ehe sich die Gäste entscheidend absetzen konnten. Noch bitterer verlief das Rückspiel in Rottweil, das erst mit einem Siebenmeter nach Ablauf der regulären Spielzeit zugunsten der Gastgeberinnen entschieden wurde. Da Meister TSV Altensteig auf den Aufstieg verzichtete, rückte die HSG Rottweil 2 als Tabellenzweiter in die nächsthöhere Liga nach. Mit etwas mehr Spielglück wäre vielleicht sogar für die SG mehr möglich gewesen – aber hätte, wäre, wenn ...
Unterm Strich überwiegt jedoch eindeutig das Positive. Die Frauen 2 haben in ihrer ersten Saison im Aktivenbereich eindrucksvoll bewiesen, dass die Entscheidung zur Mannschaftsmeldung genau die richtige war. Die Entwicklung der Spielerinnen, der starke Teamgeist und die gezeigten Leistungen machen Lust auf die neue Saison.
Doch nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison. Bereits im April stellte sich im Verein die Frage, wie sich der aktive Frauenbereich künftig aufstellen lässt. Schnell wurde deutlich, dass aufgrund der zu geringen Anzahl an Spielerinnen weder eine weibliche A- noch eine B-Jugend für die kommende Saison gemeldet werden konnte. Auch Überlegungen zu möglichen Kooperationen erwiesen sich aufgrund der bestehenden Strukturen als schwierig umzusetzen.
Also wurden alle verfügbaren Spielerinnen auf einem losen Blatt zusammengetragen. Am Ende stand die Zahl 25 – und damit nicht nur eine solide Basis für die bestehenden Mannschaften, sondern auch die Erkenntnis, dass der Verein den nächsten mutigen Schritt wagen kann: Erstmals in der Vereinsgeschichte der SG AmmerGäu wird die SG mit drei Frauenmannschaften in den Spielbetrieb gehen.
Diese Entscheidung verfolgt jedoch einen deutlich größeren Gedanken als nur die Meldung einer weiteren Mannschaft. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Entwicklung des Frauenhandballs im Verein. Unsere über Jahre hinweg ausgebildeten Jugendspielerinnen sollen auch nach ihrer Jugendzeit eine sportliche Heimat bei der SG finden. Sie sollen nicht gezwungen sein, den Verein zu verlassen, weil es an Perspektiven oder Einsatzmöglichkeiten fehlt. Stattdessen möchten wir ihnen die Möglichkeit geben, sich in ihrem eigenen Tempo im Aktivenbereich weiterzuentwickeln und Teil der SG-Familie zu bleiben.
Lieber allen Spielerinnen die Chance geben, regelmäßig Handball zu spielen, Verantwortung zu übernehmen und sich weiterzuentwickeln, als sie aufgrund fehlender Einsatzzeiten oder fehlender Perspektiven an andere Vereine zu verlieren. Gerade der Übergang aus der Jugend in den Aktivenbereich ist eine entscheidende Phase – und genau hier möchte die SG Verantwortung übernehmen.
Die Gründung der Frauen 3 ist deshalb kein Selbstzweck, sondern die logische Fortsetzung einer Entwicklung, die den Frauenhandball im Verein langfristig stärken soll.
An dieser Stelle möchten wir auch unserer ersten Frauenmannschaft herzlich zum verdienten Aufstieg in die Landesliga gratulieren. Für die neue Saison wünschen wir dem Team viel Erfolg, spannende Spiele und vor allem, dass alle Spielerinnen gesund und verletzungsfrei bleiben. Sollte dennoch einmal personelle Unterstützung gefragt sein, können die Verantwortlichen künftig mit einem kleinen Schmunzeln nach unten blicken – denn an engagierten Nachwuchsspielerinnen und möglichen Nachfolgerinnen wird es sicherlich nicht fehlen.
Genau so stellen wir uns die Zukunft unseres Frauenbereichs vor: Drei Mannschaften, die eng zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und jeder Spielerin eine Perspektive bieten. Wenn es gelingt, unsere eigenen Talente dauerhaft im Verein zu halten und gleichzeitig durch attraktiven Handball sowie eine gute Gemeinschaft auch Spielerinnen von außerhalb für die SG zu begeistern, schaffen wir eine stabile Basis für die kommenden Jahre.
Denn ein Verein bleibt nicht durch Zufall attraktiv. Er bleibt attraktiv, wenn er seinen eigenen Nachwuchs fördert, Perspektiven schafft und mutig genug ist, den nächsten Schritt zu gehen. Mit den Frauen 1, Frauen 2 und künftig auch den Frauen 3 ist die SG auf einem guten Weg, genau diese Philosophie zu leben.

Wer steckt dahinter?
Pia Schumann, Madita Wolf, Helen Kahlich, Linda Schöttke, Lena Wagner, Emma Lang, Martje Würth, Franka Schäufele, Leni Schäufele, Greta Schäufele, Celine Binder, Belinda Bauer, Naemi Mayer, Jennifer Egeler, Josefine Weimer, Sadija Dzaferovic, Caroline Keuler, Laura Raisch, Lisa Bettzig, Rosalie Ormos, Natalie Häffelin, Isil Gers, Pauline Röhner, Susanne Rinderknecht.

Trainerteam: Elke Hiller, Steffi Krämer, Betti Gauss und Klaus Ormos.

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