Die SG AmmerGäu erwischte einen sehr schwachen Start in die Partie gegen die TG Schwenningen. In der Abwehr fehlte zunächst der Zugriff, sodass der Gegner zu einfachen Toren kam. Gleichzeitig wurden im Angriff reihenweise gute Chancen ausgelassen, was Schwenningen bereits früh in die komfortablere Position brachte und die SG immer wieder unter Druck setzte.
Trotz dieser schwierigen Anfangsphase blieb die Mannschaft jedoch mental stabil. Besonders positiv war, dass niemand aufgab und auch nach einer Reihe vergeblicher Abschlüsse der Mut nicht verloren ging. Die Jungs zeigten die Überzeugung, weiter zu werfen und Verantwortung zu übernehmen – und genau das brachte die SG Schritt für Schritt zurück ins Spiel.
Allen voran Niklas Krieger, der mit starken Einzelaktionen und präzisen Treffern aus der zweiten Reihe glänzte. Seine Tore waren ein wichtiger Motor, um wieder Tuchfühlung herzustellen. Allerdings blieb ein generelles Problem bestehen: Gegen die defensive 6:0-Abwehr der Gäste fehlten häufig die Lösungen und der Mut zu schnellen Abschlüssen aus dem Rückraum von mehreren Positionen. Trotz zahlreicher Chancen wurde der gegnerische Torhüter viel zu selten richtig geprüft und konnte sich mehrfach auszeichnen.
In der zweiten Halbzeit zeigte die SG AmmerGäu ein völlig anderes Gesicht in der Defensive. Die Abwehr agierte nun deutlich aggressiver und kompakter, wodurch Schwenningen zunehmend Probleme bekam. Diese starke Phase in der Defensive half auch Torhüter Tjorben, der nun viel häufiger Zugriff auf die Würfe erhielt und wichtige Bälle parieren konnte. Zusätzlich gelang es, einfache Tore über das Tempospiel zu erzielen, wodurch die SG immer näher an den Ausgleich herankam.
Doch trotz dieser klaren Leistungssteigerung blieb ein großes Manko bestehen: Die Chancenverwertung. Zahlreiche Konter und klare Torgelegenheiten blieben ungenutzt, was eine mögliche Führung mehrfach verhinderte. Am Ende musste man daher tatsächlich um den einen Punkt zittern – und konnte sich glücklich schätzen, dass Lars Meyer mit seinem Treffer kurz vor Schluss den verdienten Ausgleich zum 22:22 sicherte.
Für die kommenden Trainingseinheiten gilt es besonders, Lösungen gegen eine defensive Abwehr wie die 6:0-Formation zu entwickeln. Die zweite Halbzeit hat jedoch gezeigt, dass die Abwehr der SG in der Lage ist, dem Gegner das Leben äußerst schwer zu machen.
SG AmmerGäu: Niklas Krieger (10), Simon Frey (4), Lars Meyer (3), Florian Seeger (3), Ben Henry Baberg (2), Leon-Luca Adrion, Lukas Fickenscher, Elias Frisch, Ruben Horber, Lukas Wagner, Linus Wengle, Tjorben Ziegs



