Die SG Nebringen/Reusten hat das Auswärtsspiel bei der SG Hirsau/Calw/Bad Liebenzell mit 29:34 (10:17) verloren und ist damit in der Tabelle einen Platz nach hinten gerutscht. In der ersten Halbzeit wurde Phasenweise in der Abwehr sehr schlecht verteidigt was die Gastgeber zu einfachen Toren nutzen konnten.
Die Ammertal-SG fand nicht wie erhofft in das Spiel. Trotz einer offeneren Abwehrformation gelang es dem HCL Rückraum immer wieder durchzubrechen und einfache Tore zu erzielen.
Einzig beim 3:3 (7.) sollte der SG nochmals der Ausgleich in diesem Spiel gelingen.
In der Abwehr der SG wurde entweder zu wenig ausgeholfen oder wenn dann doch so, dass der Gegenspieler den Ball immer noch auf einen dann freien Mann weiterbekam.
Trotzdem konnte die SG bis zum 8:10 (21.) aus Sicht der Gäste dran bleiben und das Spiel Ergebnis technisch offen gestalten.
„Bis dahin haben wir in der Abwehr zu passiv agiert und nicht die richtige Abstimmung gefunden. Da es aber im Angriff einigermaßen ließ konnten wir das Spiel noch offen gestalten“, so Co-Trainer Marc Büchsenstein.
Dann allerdings verlor die SG etwas den Faden und verzettelte sich zu oft oder schloss zu überhastet oder ungenau ab. Diese Phase wussten die Hausherren auszunutzen und zogen bis zur Halbzeit auf 10:17 davon.
„Der Halbzeitstand war natürlich ein hartes Brett und quasi eine Vorentscheidung. Uns war klar das hier jetzt eigentlich nichts mehr zu holen war“, so SG Pressesprecher Jens Weimer.
Da die SG jedoch nicht dafür bekannt ist solch ein Spiel dann abzuschenken oder sich gehen zu lassen wollte man es in der zweiten Halbzeit besser machen.
Die sollte in der Abwehr auch Phasenweise ganz gut funktionieren. Beim 19:22 (44.) war man wieder etwas in Schlagdistanz gekommen und wollte weiter Druck auf die Gastgeber ausüben.
Diese agierten jedoch an diesem Abend einfach Cleverer und abgezockter und vor allem Michael Keller konnte immer wieder das Spiel der HCL ordnen und führen.
„Auch zu diesem Zeitpunkt haben wir zu viele Bälle zu schnell wieder hergeschenkt und in der Abwehr hat noch das letzte bisschen gefehlt um doch noch etwas gewinnen zu können“ musste SG Trainer Jens Hipp nach dem Spiel zugeben.
So konnte die Mannschaft von Uwe Reime beim 27:20 (50.) wieder den alten Halbzeitabstand herstellen.
Die Ammertal-SG stellte auf eine offensive und anschließend auf eine Manndeckung um, um doch vielleicht noch den ein oder andern Ball zu ergattern. Mehr als das 29:25 (55.) und 30:26 (56.) sollte aber nicht mehr gelingen.
Hirsau brachte dagegen den siebten Feldspieler, was in dieser Abwehrformation nicht zu verteidigen war und schraubte das Ergebnis bis zum Endstand von 34:29 wieder nach oben.
Die SG Nebringen/Reusten hat nun ein Spielfreies Wochenende ehe es zum Klassenprimus nach Mössingen geht, welche in diesem Spiel bereits den ersten Matchball zur Meisterschaft hat.

SG: Waldhauser (im Tor), J. Weimer (2), Bahlinger (1), Lock (1), Besic (1), Gesk (7), Krauß (1), Becker (4), Beck (5/5), B. Weimer (3), Baier, Stock (3), Häckl (1).